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Der Dank des Fußballsportvereins Altdorf an die Vereinsgründer soll an erster Stelle stehen. 1926 war der Fußball nicht König der Sportarten. Den jetzigen 1mannschaft1927Stellenwert musste sich die heute „schönste Nebensache der Welt" erst mühsam erarbeiten.
Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes nach dem Kriege kam fast einer Neugründung gleich. Die Reihen der Aktiven war nach Kriegsende gelichtet. Aber auch in dieser Zeit fanden Männer wiederum die Energie, den Verein aufleben zu lassen. Der Sportsgeist und der Gemeinschaftsgedanke haben sich erneut durchgesetzt. Unser Verein kann heute stolz auf eine 75jährige Vergangenheit zurückschauen.
Jede Zeitepoche brauchte Idealisten, die mit Engagement für den Verein eintraten. Dies war beim FSV glücklicherweise der Fall. Die Probleme der Zeit konnten in der Vergangenheit stets gelöst werden. Der Verein zeigte sich den wandelnden Anforderungen gewachsen.
Es gehörte ein Stück Mut dazu, als sich am Abend des 17.11.1926 im Gasthaus „Brauerei Geiger" eine Schar Männer zusammenfand, um in Altdorf den FVA (Fußball-Verein-Altdorf) zu gründen. Mut deshalb, weil die „Kickerei" verpönt war und die jungen Spieler nicht auf die Unterstützung des Elternhauses bauen konnten. Die Arbeitskraft wurde anderweitig benötigt. Schwerere Verletzungen waren gleichbedeutend mit Einkommensverlusten. Trotz der anfänglichen Erschwernisse waren stets aktive Spieler da, welche die Vereinsfarben „Schwarz-Weiß" über die Grenzen des Dorfes hinaustrugen. Ganz besonders verdienen es jene Männer , ehrend erwähnt zu werden, die den Fußballverein ins Leben gerufen haben. Es waren dies: Walter Geiger, Leo Ullmann, Fritz Sauer, Julius Weis, Erwin Beck, Josef Lehmann, Bernhard Greber, Jakob Dürrse, Hans Oswald, Nikolaus Stückle, Franz-Josef Beck, Josef Keifel, Rudolf Schwarz, Josef Hug, Bernhard Oswald, Matthias Greber, Karl Brendel, Karl Brogle und Karl Leser.
Die Vorstandschaft setzte sich damals wie folgt zusammen:

1 . Vorstand:Walter Geiger
2. Vorstand: Josef Lehmann
Schriftführer:Fritz Sauer
Kassenverwalter:Erwin Beck

Die 1. Mannschaft bestand vermutlich aus folgenden Spielern:
Fritz Sauer, Julius Weis, Erwin Beck, Bernhard Greber, Jakob Dürrse, Franz-Josef Beck, Josef Hug, Karl Brendel, Sebastian Nowack, Josef Keifel und Karl Brogle.

Die Jugendmannschaften eröffnete im Jahre 1927 mit folgenden Nachwuchskräften den Spielbetrieb:
Wilhelm Schwarz, Karl Ette, Emil Ette, Christian Möhringer, Erwin Leser, Landolin Greber, August Bauer, Josef Geppert l, Josef Geppert II, Norbert Oswald, Fritz Springmann, Alois Beck, Paul Berner, Paul Geppert, Karl Oswald, Mathias Beck, Alois Stückle und Albert Brogle.

Als Sportplatz diente das „Ried", der heutige Trainingsplatz des Reitvereins St. Landolin. Um die Finanzen war es schlecht bestellt. Eine bezirksamtliche Eintragung des Vereins konnte der Kosten wegen zunächst nicht erfolgen - ein bereits angesetztes Wettspiel wurde deswegen von der „Gauleitung" untersagt. Tore und Spielfeldumrandung stellte der Verein in Eigenarbeit her.

Trotz aller finanzieller Schwierigkeiten stellten sich bald beachtliche Erfolge ein. Schon 1927 errang die Jugend der C-Klasse die Meisterschaft. Im Jahre 1934-35 gelang der 1. Mannschaft erstmals die Gruppenmeisterschaft, die im Jahre 1938-39 wiederholt werden konnte.

1930 übernahm der damalige Sonnenwirt Emil Geiger die Vereinsführung. Auf den Höhe des sportlichen Erfolgs brach der 2. Weltkrieg herein und setzte dem Spielbetrieb ein Ende. Große Lücken wurden in den Reihen der Fußballspieler gerissen.

Die Nachbarvereine in Ettenheim und Orschweier waren schon wieder aktiv, als sich nach Kriegsende auch in Altdorf wieder das Interesse am organisierten Fußballssport regte. Auf Einladung von Stefan Greif trafen sich die fußball-begeisterten Altdorfer zur „Wiederbelebung" des Vereins in der „Sonne". Die damals Anwesenden: Stefan Greif, August Bauer, Norbert Stückle, Ludwig Rauer, Willi Oswald, Josef Thome, Fritz Kollefrath, Hermann Kraft, Rudi Kölmel, Walter Weber, Paul Geppert, Herbert Fichte, Karl Wawrin, Isidor Geppert, Theodor Beck, Josef Beck, Willi Singlersen., Paul Schätzle, Helmut Beck und Alois Morat. Ein großes Problem waren erneut die fehlenden Finanzen. Eine Vereinskasse war nicht mehr vorhanden und die Bürokratie hatte bereits eingesetzt. Um die Gebühr für die Teilnahme an den Rundenspielen entrichten zu können, mus-ste unter den Anwesenden gesammelt werden. Da der alte Sportplatz im Ried (jetziger Reitplatz ) zu jener Zeit nicht bespielbar war, mussten die Vorrundenspiel der Saison 1946 auswärts ausgetragen werden. Die erste Mannschaftsaufstellung sah dann so aus:

Torwart: Josef Thome, Feldspieler: Hermann Kraft, Fritz Kollefrath,Helmut Beck, August Bauer, Alois Morat, Paul Schätzte, Josef Beck, Theodor Beck, Herbert Fichte, Willi Oswald.

Das erste Spiel wurde an einem Sonntag im Februar 1946 ausgetragen. Mit dem Fahrrad ging es nach Sulz. Unter der Leitung des allbekannten Schiedsrichter-d54795f97c3d21df9f854b226493387bOriginals Willi Häfele aus Ettenheim wurde das Spiel an der „Stellfall" übrigens mit 3:0 gewonnen. Die Freude war natürlich groß. Der einzig Leidtragende war Torwart Josef Thome: Fürjeden Treffer büßte er einen Zahn ein. Die offizielle Vereinswieder -gründung erfolgte dann im Juli 1946. Stefan Greif wollte den Vorsitz nicht übernehmen. Aufseinen Vorschlag hin wurde Helmut Möhringer zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Der alte Vereinsname A.F.V. durfte nicht mehr verwendet werden, so erhielt der wiedergegründete Verein den Namen F.S.V. Zu erwähnen ist noch die personelle Zusammensetzung der ersten Vorstandschaft:

1 . Vorsitzender Helmut Möhringer
2. Vorsitzender Stefan Greif
Aktive Beisitzer: Josef Beck, Willi Oswald, Alois Morat
Passive Beisitzer: Paul Geppert, Willi Singler
Schriftführer: Rudi Kölmel

Als erste Trainingsstätte diente damals das Nebenzimmer des Vereinslokals „St. Landolin". Das Sportplatzgelände wurde dank des Entgegenkommens des Freiherrn von Türckheim auf die „Süßen Matten" verlegt. In dieser Zeit gab der FSV einen beachtlichen Gegner ab. Nach Wiederaufnahme der Punktspiele gab es im Bezirk eine in mehrere Staffeln eingeteilte Einheitsklasse. Ab der Saison 1946/47 wurde der FSV der mittlerweile gegründeten Bezirksliga zugeteilt. In dieser Staffel spielten die Schwarz-Weißen drei Jahre, ehe sie in der Saison 1949/50 als Neunter unter zwölf Mannschaften in die damalige B-Klasse - heute Kreisliga absteigen mussten.

Neben dem Sport leistete der Verein kurz nach seiner Gründung auch Kulturbeiträge im Ort. Zu Weihnachten wurde volkstümliches Theater gespielt; an Fasent wurde der Preismaskenball ausgerichtet.

Norbert Geppert
Ab 1951 als 12-jähriger Jugendspieler beim FSV aktiv. Danach bei den Senioren bis 1969. Zunächst Rechtsaußen, dann Außenläufer - zuletzt Stopper. Norbert Geppert: „Trainiert wurde nur wenig - höchstens 1x wöchentlich mittwochs. Im ganzen Verein gab es nur zwei Bälle. Den besseren Ball hatte die 1. Mannschaft. Ballverwalter war Torwart Karl Gruninger - dessen Bruder Otmar war Schuhmacher und dadurch auch Ballwart. Spielerversammlung war freitags. Die Aufstellung wurde im Vereinsschaukasten am Schmiedebuck angeschlagen.

Die Mannschaft hatte nur zehn Trikots. Diese wurden gewechselt - je nach Aufstellung. Spielergrößen waren seinerzeit Kurt Bauer und Valentin Oswald, wobei sich Kurt Bauer auch um den Spielbetrieb kümmerte. Beide spielten auch in der Bezirksauswahl. Treue Fans hatte der FSV schon damals - nur selten fanden sich allerdings Frauen auf dem Sportplatz ein. Gekickt wurde zu Schülerzeiten auf der Straße. König war derjenige, der einen Ball hatte. Notfalls mußte auch einmal ein alter Tennisball herhalten. Unterstützung gab es von zuhause nicht. Viele kickten auch „hinter dem Rücken" ihrer Eltern. Mit zu den treuesten Fans zählten Jakob und Klaus Rauer, Helmut Müller und Waldemar Lehmann."Die drei Letztgenannten versäumen übrigens auch heute selten ein Heimspiel. In jener Zeit entstand auch eine Tischtennisabteilung, die sich dem Fußballverein Altdorf anschloss. Die ersten Spieler dieser Abteilung waren: Helmut Möhringer, Werner Klingler, Ferdinand Binz, Oskar Bauer, Karl Geppert und Albert Greber.

Langjähriger Abteilungsleiter war Werner Klingler. Im Jahre 1974 trennte sich die Tischtennis-Abteilung einvernehmlich vom FSV unter dem Abteilungsleiter Hans Bisser und wurde nach 25jähriger Zugehörigkeit zu einem selbständigen Verein.fsvaltdorfsaison195455meisterdercklasseundbezirksmeister

Infolge Krankheit von Fritz Netzhammer wurde im Jahre 1952 Fritz Kollefrath zum 1. Vorstand gewählt. Im gleichen Jahre errang die erste Mannschaft des FSV die Meisterschaft in der B-Klasse. Der Aufstieg blieb allerdings versagt. In den damals noch üblichen Aufstiegsspielen gegen Ortenberg, Oppenau und Honau wurde die Mannschaft nur Zweiter. 1954 übernahm Fritz Klasterer die Vereinsführung, die er ein ganzes Jahrzehnt innehatte. Während dieser Zeit spielte die erste Mannschaft mit wechselhaftem Erfolg. Gleich nach seinem Amtsantritt musste die erste Mannschaft wieder in die C-Klasse (heute Kreisliga B) absteigen, schaffte aber ein Jahr spater den Wiederaufstieg und gehörte seitdem bis 1974 ununterbrochen der B-Klasse Süd (Kreisliga A) an. Sowohl die A- Jugend als auch die C-Jugend vertraten im Jahre 1964-1965 die Vereinsfarben würdig. Beide Mannschaften kamen zu Meisterschaftsehren in ihren Staffeln. Bis zu diesem Zeitabschnitt haben sich die beiden Ehrenmitglieder Nikolaus Gre-ber und Rudolf Schwarz ganz besonders verdient gemacht.
Während Nikolaus Greber fast zwei Jahrzehnte den Posten des Schriftführers versah, war Rudolf Schwarz über 30 Jahre als Platzwart und Vereinskassierer tätig.

Im Jahre 1964 gab Fritz Klasterer die Vereinsführung an Ernst Bisser ab. Auch Erich Bisser stand dem Verein 10 Jahre vor. Am 18.06.1966 feierte der FSV sein 40jähriges Vereinsjubiläum.

Einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte war der Bau des Vereinsclubheims. Als einziger Verein im ehemaligen Kreis Lahr hatte der Fußballverein Altdorf damals noch keine eigene Unterkunft. Schon in den fünfziger Jahren reifte der Gedanke nach einem eigenen Clubheim, aber dabei blieb es zunächst. Die finanziellen Voraussetzungen waren nicht vorhanden. Diese besserten sich erst, als 1964 die Turnhalle erstellt werden konnte, und so dem Verein die Möglichkeit geboten wurde, Tanzveranstaltungen abzuhalten. Die hierdurch gewonnenen Rücklagen, sowie der Erwerb des Sportplatzgeländes im Jahre 1969 durch die Gemeinde Altdorf ließen schließlich den Gedanken zum Bau eines Clubheimes Realität werden. Noch im gleichen Jahre befasste man sich mit der Planung des Heimes. Bau- und Zuschussantrag wurden eingereicht. Was blieb, war das Problem der Finanzierung, galt es doch einen Kostenvoranschlag von immerhin 120.000 DM zu bewältigen. Die Gemeinde half wieder. Sie bewilligte einen verlorenen Zuschuss, sowie das Bauholz. Erst nach zweijährigem ungeduldigen Wartens wurde schließlich von Seiten des Regierungspräsidiums Südbaden der lang ersehnte Zuschuss bewilligt. Damit war für das geplante Vorhaben „Grünes Licht" gegeben und der Start für den Beginn der Erdarbeiten am 23.12 .1971 frei. Nach einein-halbjähriger Bauzeit war der Bau geschafft. Über 6.000 Arbeitsstunden wurden damals von den Vereinsmitgliedern erbracht. Inmitten der Bauarbeiten wurde der FSV vom plötzlichen Tod des langjährigen Vorstandsmitgliedes Willi Klugermann überrascht. Ein harter Schlag für den Verein. Sein Rat und seine Vorschläge waren immer geschätzt. Im Rahmen eines Festaktes wurde am Samstag, den 10.03.1973 das neue Sportheim seiner Bestimmung übergeben. Stellvertretend für alle freiwilligen Helfer erwähnte Bürgermeister Fritz Klasterer vier Männer, die sich beim Bau des Clubheimes besonders verdient gemacht haben: Ernst Bisser, Anton Obergföll, Alois Obergföll und Gerhard Ritter.
Als ein weiterer großer Förderer in der Vereinsgeschichte ging Ehrenbürger Joseph Greber hervor. Ihm hat der FSV Altdorf die erste F lutlichtanlage zu verdanken.Am 14.Mai 1966 war es, als Joseph Greber anlässlich der Generalversammlung im Gasthaus „St. Lando-lin" erklärte, daß er zum Gedenken an seine beiden im Kriege gefallenen Brüder Bernhard und Willi Greber (beides langjährige FSV-Spieler), die Mittel für eine Flutlichtanlage zur Verfügung stellen wolle. Aus diesem Anlass wurde Joseph Greber spontan zum Ehrenmitglied des FSV ernannt.

Nach Fertigstellung des Clubheimes, dem Aufstieg 1973/74 in die A-Klasse ( heute Bezirksliga ) erlebte der Verein eine neue Blütezeit.

fsvclubheimwirtspaarSchon 1973 waren beim FSV zwei Seniorenmannschaften, eine AH-Mannschaft und drei Jugendteams am „runden Leder". Im Mai 1974 wurde eine neue Vorstandschaft gewählt, und es kam die erfolgreiche Zeit des 1. Vorsitzenden Hans Hug. Dank groß angelegter Werbeaktionen wuchs der Mitgliederstand des FSV's rasant. Die Fußballer wurden zum mitgliederstärksten Verein im Ort. Mit dem Clubheimbau sah sich die Vorstandschaft einer Fülle von bisher nicht gekannten Verwaltungsaufgaben gegenüber (neue Satzung, Finanz- und Geschäftsordnung, Finanz- und Steuerangelegenheiten, Sportheimführung, Ehrenordnung und vieles mehr...). Der Verein war nur noch unter kaufmännischen Gesichtspunkten zu führen.

Der Idealismus, die Initiative, sowie der uneigennützige Arbeitswille der FSV-Mitglieder ließen auch nach der Fertigstellung des Clubheimes nicht nach. Gestützt auf einem mittlerweile soliden finanziellen Grundstock - das 10-tägige Festprogramm anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums vom 21. -31.05.1976 war auch wirtschaftlich ein Riesenerfolg - konnte der FSV relativ bald nach dem Clubheimbau weitere Investitionen in Angriff nehmen.

So wurden zahlreiche Arbeitsstunden von freiwilligen Helfern beim Anlegen des 2. Sportplatzes, beim Verlegen der Leitungsrohre für eine Berieselungsanlage für beide Sportplätze, beim Bau eines Tiefbrunnens, beim Clubheimanbau geleistet. Begleitet wurden die Bauarbeiten von vielfältigen und umsichtigen Verwaltungsaufgaben.

Ohne Bezuschussung der Stadt wären allerdings die Investitionen in ihrer Vielzahl nicht machbar gewesen.

Sportlich musste der FSV Altdorf unter Trainer Franz Koch nach 2-jährigem Gastspiel in der A-Klasse in der Saison 1975/76 die bittere Pille des Abstieges schlucken. meisterelfbklasseundaufsteigeraklassesaison197374 Verbunden mit dem sportlichen Rückschlag war die Beendigung der Fußballerlaufbahn bewährter Leistungsträger (Wolfgang Ohnemus, Willi Schwarz, Werner Sink, Kurt Weber). Trainer Koch hinterließ seinem Nachfolger Otto Müller eine Menge Aufbauarbeit. Der Substanzverlust konnte nicht ausgeglichen werden. Die Talfahrt des FSV war vorprogrammiert. Dennoch blieb der Verein seinem Grundsatz keine Spieler gegen Entgelt zu verpflichten - damals bei einzelnen Nachbarvereinen bereits Methode -treu. Konnte der Abstieg in der Saison 1977/78 noch knapp vermieden werden, so hieß in der nachfolgenden Spielrunde 1978/79 einer der Absteiger dann doch FSV Altdorf. Die Aktiven des FSV hatten jedoch die Talsohle durchschritten. Mit Bravour holte sich die Mannschaft nach der Saison 1979/80 den Meistertitel nach Altdorf.

Als Glücksgriff erwies sich die Verpflichtung von Spielertrainer Karl-Heinz Hämmerle, der ab der Runde 1980/81 die sportlichen Geschicke der Seniorenmannschaft des FSV lenkte. Sensationell schaffte der FSV in der Saison 1980/81 den Durchmarsch in die -A-Klasse (heute Bezirksliga). Eine gute Kameradschaft und die sportliche Reife von Jugendspielern, die den Stamm der Seniorenmannschaften verstärkten, waren Garanten des nun folgenden fußballerischen „Hochs". Fünf Jahre war die Bezirksliga für die Altdorfer der „Platz an der Sonne".

Mit wechselndem Erfolg schaffte es der FSV, sich in dieser Spielklasse zu etablieren. 1984 ging der sehnlichste Traum der Aktiven in Erfüllung. Nach dem bereits 1978/79 erfolgten Bau des Trainingsplatzes konnte das neue Spielfeld eingeweiht werden. Die Zeiten, wo der FSV auf einem besseren Rübenacker kicken musste , war vorbei. Viele Gespräche und die tatkräftige Mithilfe des Vereins (Platznebenanlagen) waren erforderlich, um die langjährige Forderung Realität werden zu lassen.

Die Kosten lagen bei 325.000 DM. Zuschüsse gab es in Höhe von 139.000DM. In der Saison 1985/86 folgte der sportliche Abstieg in die Kreisliga A.

Trotz der Verpflichtung des engagiert arbeitenden Trainers Robert Wenz musste nach der Saison 1986/87 ein weiterer sportlicher Rückschlag mit dem Abstieg in die Kreisliga B hingenommen werden.

gruppenbildspielerfunktionreundfansIn der Zeit von 1987 bis 1994 spielte der FSV Altdorf in der Kreisliga B mit wechselndem Erfolg.

Mit der in der Saison 1994/95 erfolgten Verpflichtung des damals 23-jährigen fußballerischen Ausnahmetalents Jan Wusrth als Spielertrainer begann auch die verstärkt betriebene Jugendarbeit Früchte zu tragen. Das FSV-Eigengewächs Jan Wurth schaffte mit seiner Elf schon nach der ersten Trainersaison über die Relegation (Sieg und Unentschieden gegen Kehl-Auenheim) den Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Im Jahr des Aufstiegs wurde der FSV Altdorf Dritter. Im zweiten Jahr dann schon Zweiter. In der Relegation musste man sich allerdings dem SV Eckartsweier geschlagen geben. In zwei denkwürdigen Spielen hätte der FSV hierbei im Rückspiel beinahe noch eine 0:6 Heimniederlage aufgeholt. Der Aufstieg in die Bezirksliga wurde dann ein Jahr später in der Saison 1996/97 erreicht. Mit attraktiven Fußball wurde die Elf von Spielertrainer Jan Wurth eine echte Bereicherung dieser Staffel. Nach dem Wiederaufstieg wurden durchweg vordere Plazierungen erreicht, in der diesjährigen Saison 2000/01 gelang der Mannschaft dann der große fußballerische Coup. Als Ergebnis einer hervorragenden Saison belegte die Mannschaft nach Rundenschluss hinter dem TuS Durbach den zweiten Platz. Durch zwei Siege in der Relegation gegen den FV Gamshurst (3:0 auswärts; 3:2 zuhause) schaffte die Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga. Den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte komplettiert der Vizemeistertitel beim Bezirkspokalwettbewerb 2000/01. Nach einem hochklassigen Fußballspiel mussten sich die Schwarz-Weißen im Finale am 1.5.2001 mit 2:3 n. V, dem in diesem Spiel glücklicheren FV Zell a. H. geschlagen geben. Nach dem Amtsantritt von Hans Hug wurde der Mitgliederstand permanent gesteigert. Mit dazu beigetragen haben Werbeaktionen und der seit 1974 durchgeführte FSV-Kameradschaftsabend. Eine Veranstaltung, bei welcher sich der FSV zusammen mit seinen Abteilungen, eingebunden in ein buntes Showprogramm alljährlich öffentlichkeitswirksam präsentiert.

Mit der Gründung der Tennisabteilung hatsich der Verein 1985 von der Monostruktur abgewandt. aufstiegsspielkreisligab1995gegnerfvauenheimMit erheblichem finanziellen Aufwand erstellte der Verein eine Tennisanlage (Gesamtkosten: 172.000 DM; Zuschüsse 60.100 DM). Die ersten beiden Tennisplätze konnten 1986 in den Spielbetrieb genommen werden. An Pfingsten 1992 wurden zwei weitere Spielfelder der Bestimmung übergeben. Der in letzter Zeit zurückgehende Tennisboom hat auch den FSV Altdorf getroffen.

Der Mitgliederrückgang ist auch der Grund dafür, die anstehenden Sanierungsarbeiten an den beiden älteren Spielfeldern bis auf weiteres zurückzustellen.

Eine nicht ersetzbare Lücke hinterließ im Mai 1992 der Tod von Horst Schächner. Horst Schächner starb viel zu früh im Alter von 53 Jahren an einer heimtückischen Krankheit. Als Fußballer, als Verantwortlicher im Jugend- und Seniorenbereich, als Clubhauswirt und als Leiter der Baugruppe hat er sich für den Verein unschätzbare Verdienste erworben.

Einen riesigen Imagegewinn verbuchte der FSV Altdorf 1988 mit der Angliederung der FSV-Tanzgruppe (Dancing Company). Unter der engagierten Leitung von Frau Helga Grolle bekam die damals 10 - köpfige Tanzformation (5 Mädchen/5 Jungs) einen enormen Aufschwung. aufstiegsbildMittlerweile ist die Gruppe auf 70 Mädchen angewachsen. Trainiert wird in drei Altersgruppen. Zusammen mit ihren Trainerinnen leistet Helga Grolle eine vorbildliche Jugendarbeit.

Nicht hoch genug ist ihr Geschick bei der Integration von tanzinteressierten jungen Neubürgerinnen zu werten. Die Tanzformation hat dank ihres Leistungsvermögens auch überregionale Engagements (Landesgartenschau usw.).

Vorbildliche Arbeit wird in der Jugendabteilung des FSV's unter der Leitung von Josef Morat geleistet. Josef Morat hat seit seiner Amtsübernahme 1983 mit der Jugendabteilung quasi einen eigenen Geschäftsbetrieb, der an manchen Tagen einem Fulltime-Job gleichkommt. Populär ist das große FSV-Jugendturnier, das er seit 1986 organisiert. Engagiert und mit dem ihm eigenen Witz versteht er es Kinder und Jugendliche an den Verein zu binden und ehrenamtliche Trainer für die Teams zu werben. Von der F-Jugend (6 Jahre) bis zur A-Jugend (18 Jahre) geben die durchweg ehrenamtlichen Trainer des FSV'sjungen Fußballern das Rüstzeug für den Fußballsport.

Insbesondere in den letzten 10 Jahren eilten die Jugendmannschaften von Erfolg zu Erfolg. Sowohl auf dem Feld,fsvaltdorfauftour als auch mit Titeln in der Halle (Bezirksmeisterschaften, vordere Platzierungen bei den Südbadischen Meisterschaften) machten die Teams von Josef Morat auf sich aufmerksam. Die Erfolge machen Hoffnung auf eine gesicherte fußballerische Zukunft des Jubiläums-vereins. Bedenklich stimmt allerdings die rückläufige Zahl der Jugendspieler in den älteren Jahrgängen. So ist der Spielbetrieb im Regelfall ab der D-Jugend nur noch in Spielgemeinschaften gewährleistet. Auch die Suche nach ehrenamtlichen Trainern und Betreuern gestaltet sich von Saison zu Saison schwieriger. Hier ist die stärkere Mithilfe insbesondere der „älteren" Aktiven gefordert. Die Damenfreizeitgruppe und die Reisegruppe komplettieren das Angebot, welches man beim FSV finden kann. Für weitere Ideen der organisierten Freizeitgestaltung unter Vereinsobhut ist der FSV jederzeit empfänglich.

Ein besonderes „Dankeschön" gilt den Schiedsrichtern des Vereines. Jahrzehntelang haben Hildebert Griesbaum -hiervon 20 Jahre als Obmann der Schiedsrichtergruppe Ettenheim-, Josef Mosch und der leider allzu früh verstorbene Willi Edelmann für den FSV den „Dienst mit der Pfeife" versehen
fsvtanzgruppehelgagrolledancingcompany
Der FSV schätzt sich glücklich darüber, dass sich unter der Leitung von Roland Costa eine „Bau-Gruppe" für die Unterhaltungs- und Investitionsarbeiten auf dem FSV-Sportareal verantwortlich zeichnet. Mit regelmäßigen Arbeitseinsätzen gelingt es der Gruppe das Altdorfer Sportgelände als Vorzeigeobjekt zu präsentieren. Der FSV erhielt für seine Baumaßnahmen die höchstmöglichen Zuschüsse (Regierungspräsidium / Badischer Sportbund / Südbadischer Fußballverband). Erfreulich ist, dass sich in den vergangenen Jahren immer wieder Personen bereit erklärten, bei der Vereinsarbeit mitzuwirken. Dies führte beim FSV zu einer sehr hohen Zahl von Vorstandsmitglieder und zu großer Leistungsfähigkeit. Trotz dieses erfreulichen Trends kann es auch bei uns Personalengpässe geben, z.B. beim Besetzen der sogenannten Topposten wie der 1. und 2. Vorstand, Kassenwart, Jugendleiter, Spielaus-schussvorsitzender, Bauleiter, Schriftführer, Abteilungsleiter, Sportwart, Platzwart.

Die Vorstandsära Hans Hug endete auf seinen eigenen Wunsch bei der Mitgliederhauptversammlung am 4.2. 2000. Mit seinem Idealismus und seiner Tatkraft hat er dem FSV zu dem ausgezeichneten Ruf verhelfen, welchen der Verein im Ort und in der Region inne hat. In seiner 26-jährigen Amtszeit wurden in die Vereinsanlagen etwa 2 Mio. DM investiert. Als sein Verdienst ist es anzusehen, dass die Investitionen durchgeführt werden konnten, ohne auch nur „eine Mark" an Schulden aufnehmen zu müssen. Der Mitgliederstand wuchs von knapp 200 um das Vierfache. Der Verein ist ihm fsvbaugruppenachgetanerarbeit zu großem Dank verpflichtet. In Anerkennung der Verdienste wurde er bei seinem Abschied unterstehendenOvationen derVereinsmitglieder zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die abschließenden Worte in seiner Abschiedsrede am 04.02.2000 sind charakteristisch für das Wirken von Hans Hug für den Altdorfer Sportverein: „Ich habe zu Beginn meiner Funktionärskarriere vor 26 Jahre die Vorstandstätigkeit als Kaufmann gesehen, aber schon nach kurzer Zeit kam Herz und Gefühl dazu. Dieses Herz und Gefühl ist auch heute noch da - zwar nicht mehr so stürmisch wie früher - jedoch immer noch sehr intensiv und beständig, gerade so wie in einer guten Ehe". Ebenfalls zu mitgliederstandjuni2001 großem Dank ist der Verein Anton Obergföll verpflichtet. Anton Obergföll hat in vielen Funktionen, ob als Spieler oder als Funktionär sein Wissen und seine Tatkraft 45 Jahre lang zur Verfügung gestellt. Mit Hans Hug und Anton Obergföll haben am 4.2.2000 zwei Steuermänner die Verantwortung für das FSV-Vereinsschiff abgegeben. Beide wurden für ihre Verdienste um den FSV Altdorf bereits vor Jahren mit der Landesehrennadel ausgezeichnet (Anton Obergföll im Januar 1984; Hans Hug im Januar 1994). Des weiteren ist Hans Hug Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1988) und der Verbandesehrennadel des Südbadischen Fußballverbandes in Gold (1999). Seit dem Jahr 2000 wird der Verein von Andreas Kremer geführt.

Der FSV zählte mit Stichtag 10.06.2001 851 Mitglieder, 6 Jugendmannschaften (ab D-Junioren SG), 2 Seniorenmannschaften, 1 AH-Abteilung, 1 Tennisabteilung, 1 Tanzabteilung (Dancing Company) und 1 Damenfreizeitgruppe.einweihungkassenhausjuni2001

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