06.07.2016

Jubiläumsabend des FSV Altdorf

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(Bericht von Martin Oswald) Der FSV Altdorf wird in diesem Jahr 90 Jahre alt. Das war Anlass für den Verein, seine Mitglieder, Freunde und Sponsoren zu einem Jubiläumsabend in die Münchgrundhalle einzuladen, die sehr gut besucht war. Das Organisationsteam um die Vorstandsmitglieder Sabine Oswald, Sabrina Rieder und Christa Kromer hatte der Halle ein dekoratives Innenleben gegeben. Das Programm war sehr kurzweilig und endete rechtzeitig vor dem Anpfiff des Deutschland-Spiels gegen Italien. Zur Lockerheit des Abends trugen die Tänzerinnen der Dancing Company wesentlich bei. Ein besonderer Genuss war eine "Best of"-Tanzrevue aus den vergangenen fünf Jahren.2016Jubilaeumsabend055 Auch der witzige Prolog von Maria, Tochter von Spielertrainer Christoph Oswald, über das Seelenleben eines jungen FSV-Fans kam beim Publikum sehr gut an.
Ortsvorsteher Michael Biehler lobte den Verein für die vorbildliche Jugendarbeit. "Der FSV kann mit Stolz und Genugtuung auf die Leistungen der Vergangenheit und Gegenwart blicken." Michael Andlauer von der Vereinsgemeinschaft bezeichnete den FSV als wichtigen Botschafter des Dorfes und wesentliches Standbein der Vereinsgemeinschaft.
"Der FSV Altdorf ist eine feste Größe im Fußballbezirk Offenburg", urteilte Bezirksvorsitzender Manfred Müller. Er appellierte, der nachwachsenden Vereinsgeneration Verantwortung zu übertragen, um diese mittel- und langfristig an den Verein zu binden.
Eine besondere Überraschung für das Vorstandsduo Andreas Kremer und Armin Bauer hatte Jana Oswald von der Dancing Company mit Unterstützung eines bunt gemischten FSV-Frauenchors im Gepäck. Mit Reimen und diversen Hymnen wurde den Beiden für ihr außergewöhnliches Engagement gedankt. Die bühnenerprobten Christa Kromer und Bernhard Mösch sorgten mit dem Sketch "Auf dem Fußballplatz" für Unterhaltung.
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2016Jubilaeumsabend008Ehrungen: Ehrenmitglieder: Lorenz Herr, Brunhilde Rauer, Horst Huck, Christa Kromer, Helma Bisser, Erika Oswald, Gerhard Schäuble, Lilly Geppert, Sigfried Fleig, Inge Haller, Peter Geppert, Hans-Gerd Burg, Klaus Hunn, Roland Costa, Bernhard Duffner, Peter Kmetic, Erwin Rauer, Werner Sink; Goldene Vereinsehrennadel: Renate Beck, Rita Fleig, Edith Griesbaum, Philipp Hunn, Annemarie Kurz, Bruno Kurz, Albrecht Rietsche, Joachim Schächner, Monika Schaub, Manfred Schwantner, Margarete Wöhrle; Verbandsorden in Silber: Andreas Kremer, Jürgen Singler; Verbandsorden: Armin Bauer, Jan Wurth; Verbandsehrenurkunde: Stefan Müller, Karl-Heinz Hämmerle, Martin Oswald, Karl-Fritz Wöhrle, Eberhard Obergföll, Christa Kromer, Kurt Stückle, Oskar Schaub, Hubert Geppert.
 

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Trittsteine FSV Altdorf Historie2016Jubilaeumsabend030

1926 - 2016

1926 – Paul von Hindenburg war Reichspräsident der Weimar Republik. Christian Edelmann (Urgroßvater unseres Aktiven und ehem. Spielausschusses Benne Edelmann, sowie Großvater unseres Ehrenmitglieds Albet Edelmann) ist Bürgermeister in Altdorf. Altdorf hatte 1.120 Einwohner, nicht einmal die Hälfte von heute. In den Städten hat der Fußball bereits Einzug gehalten. Die Spvgg Fürth holte die Deutsche Meisterschaft vor 40.000 Zuschauern im Waldstadion in Frankfurt mit einem 4:1 gegen Herta BSC Berlin. Auf den Dörfern herrscht noch fußballerische Diaspora. Allerdings regten sich in Altdorf die Fußballgeister. Im Nov. 1926 ist es soweit. Der AFV Altdorf wird im Gasthaus Brauerei Geiger gegründet, 1. Vorsitzender wird der 26jährige Bierbrauer Walter Geiger. Kurz nach der Gründung beteiligen sich schon eine Jugend- und Seniorenmannschaft am Spielbetrieb. Der erste Sportplatz wird im Ried, heute Reitplatz angelegt. Der AVF etabliert sich im Dorf.

Bereits 1928 – erste Fastnachtsveranstaltung und erstes Weihnachtstheater; wobei sich der Preismaskenball bis heute ja gehalten hat.

Fußballerische Ehren werden in den 30iger Jahren mit dem Gewinn von Gau- und Gruppenmeisterschaften eingeheimst.

Der 2. Weltkrieg beendet die erste Zeitgeschichte des Altdorfer Fußballvereins.

1946 dann die fußballerische Wiedergeburt. Vorstand Fabrikant Helmut Möhringer. Trainiert wurde zunächst im Nebenzimmer vom „Landolin“.

Dank des Frh.v.Türckheim konnte der zum FSV umgetaufte Sportverein seine Vereinsstätte auf den Süßen Matten aufbauen

1949 - schließt sich unter Werner Klingler eine Tischtennisgruppierung an.

Fußballerisch pendelt die Mannschaft bis 1954 zwischen C-Klasse und B-Klasse

1955 – 1974 durchgehend in der B-Klasse (heute Kreisliga A)

1966 – Ehrenbürger Joseph Greber spendet die erste Flutlichtanlage

1969 - Kauf des heutigen Hauptsportplatzes durch die Gemeinde

10.3.1973 – Einweihung des Sportheims –unter Vorstand Ernst Bisser - Bausteinaktion im Ort brachte 3.700 DM –. 100 Helfer wurden im Bautagebuch aufgeführt

1973 – 1975 Staffelmeisterschaften A- und B-Jugend mit Gewinn Bezirksmeisterschaften und Aufstieg in Sonderstaffel, eine gute Fußballerbasis für den FSV.

1974 – 1995 insgesamt 7 Jahre in der A-Klasse (heute vergleichbar mit Bezirksliga), ansonsten untere Staffeln

1974 – Ära Hans Hug beginnt.

1974 – Tischtennis gründet unter Hans Bisser einen eigenen Verein, Trennung erfolgte in Freundschaft nach 25 Jahren und nach sehr guter Kooperation

1974 - In der Amtszeit von Hans Hug waren die Kameradschaftsabende des FSV Altdorf ab 1974 ein Publikumsmagnet für die gesamte FSV-Familie. Diese wurden 27 Jahre später von den nächsten Publikums-magneten, nämlich den Tanzabenden der FSV Dancing Company abgelöst.

21. -31.05.1976 – 10-tägiges großes Festprogramm anl. des 50jährigen Jubiläums. Ein finanzieller Grundstock wurde geschaffen.

1978/79 Bau des Trainingsplatzes, in der Folge Berieselungsanlagen, Tiefbrunnen, Clubheimanbauten.

Dank gezielter Werbeaktionen, verbunden mit den Reisediensten von Hans Hug, wurden die Mitgliederzahlen deutlich gesteigert

1984 Einweihung des neuen Sportplatzes

1985 Bau der ersten beiden Tennisplätze

1986 Erstes großes Jugendturnier FSV Altdorf unter der Leitung von Joseph Morat, der von 1983 – 2003 unser Jugendleiter und darüber hinaus treibende Kraft beim FSV war. Die Tradition der Jugendturniere wurde bis zum heutigen Tage fortgesetzt. Ebenso fester Bestandteil wurde das Füchsle-Camp des SC Freiburg unter der Leitung von der Sprecherin der Jugendleitung Luzia Huber.

1988 – Anschluss der FSV-Tanzgruppe (später Dancing Company) unter der Leitung von Helga Grolle

Ende der 80iger bis in die 90iger Jahre große Erfolge von Juniorenmannschaften auf dem Feld und in der Halle, u.a. Gewinn der Südbad.Vizemeisterschaft in der Halle.

1994 Verpflichtung des 23-jährigen Spielertrainers Jan Wurth

1995 Aufstieg Kreisliga A, nach Relegationsspiel gegen Auenheim

1997 Aufstieg Bezirksliga

2000 Ende der Ära Hug, wird zum Ehrenvorstand ernannt, Nachfolger Andreas Kremer

2001 – 2005 Episode 1 Landesliga, nach Relegationsspiel gegen Gamshurst;

2001 2. im Bezirkspokal; Endspiel in Welschensteinach knapp mit 2:3 gegen Zell a.H. verloren.

2006 – 2009 Episode 2 Landesliga; Doppelmeisterschaft; 2. Mannschaft in die Bezirksliga

2008 – Sabine Oswald und Sabrina Rieder treten die Nachfolge von Helga Grolle an

2009 – Verpflichtung des 27jährigen Spielertrainers Christoph Oswald

2011 – bis heute Episode 3 Landesliga

2012 – Beschaffung Beregnungsanlage für Trainingsplatz

2014 – Beschaffung Aufsitzmäher mit Sonder-spendeaktion und Unterstützung der Volksbank Lahr

2015 – Einweihung des neuen Trainingsraums der Dancing Company beim Sportplatz. Hierbei handelt es sich um einen grundsanierten ehem. Wohncontainer der Gemeinde.

2016 – Erreichen des Halbfinales im Rothauspokal des SBFV. Unglückliche 1:3 Niederlage gegen Oberachern.

2016 – Meisterschaft und Aufstieg 2. Mannschaft in die Kreisliga A

Kleine Statistik am Rande:

Trainerverschleiß: 19 Übungsleiter wurden seit Anfang der 60iger Jahre verpflichtet, hierbei ist Jan Wurth mit knapp 10 Spielzeiten Rekordhalter - kürzester Verpflichtung war die von Martin Hils mit 6 Spieltage

Neun erste Vorstände haben den FSV Altdorf seit 1926 verantwortlich geführt Hier ist Hans Hug mit 26 Jahren Rekordhalter.