62 Fußballeleven haben in dem dreitägigen Füchslecamp des SC Freiburg auf dem Sportgelände des FSV Altdorf ihre fußballerischen Fähigkeiten verbessert.
Drei Tage lang herrschte heftiges Gewusel auf dem Platz des FSV Altdorf, flogen dutzende Fußbälle gleichzeitig durch die Lüfte. Da hatte nämlich der Sportclub Freiburg ein "Füchslecamp" angeboten, und gleich 62 Kinder im Alter von sieben bis dreizehn Jahren nutzten die seltene Gelegenheit, ihre fußballerisches Können unter Profianleitung zu verbessern.

Jugendleiterin Luzia Huber hatte übers Internet Kontakt mit dem SC Freiburg aufgenommen und schließlich einen Volltreffer gelandet. Altdorf bekam den Zuschlag für eines von 18 in diesem Jahr über die ganze Region verteilten Trainingscamps. Es war nach der Ausschreibung in Windeseile ausgebucht. Dabei wurden nicht nur eigene Jugendspieler berücksichtigt, sondern auch Nachwuchs aus Tutschfelden, Freiamt und vom Kaiserstuhl.

Am Donnerstag Vormittag gings gleich zur ersten Sache: Unter Leitung des SC- Hauptamtlichen Tobias Rauber bildeten Freiburger Sportstudenten, die an der SC- Fußballschule mitwirken, gleich nach dem Kennenlernen Kindergruppen. Dann wurde wechselweise an fünf Stationen Dribbeln und Finten, Passspiel und Torschüsse geübt. Die "Füchse" kickten und dribbelten unter fachkundiger Anleitung mit Feuereifer, selbst noch nach Trainingsende am späten Nachmittag.

Auch am Freitag zeigten sie nach morgendlichem Training in nach Champions- League-Vereinen benannten gemischten Mannschaften, was in ihnen steckt. Da gab es denn auch Gold-, Silber- und Bronzeabzeichen für alle Teilnehmer.

Der SC Freiburg veranstaltet solche Füchslecamps seit drei Jahren, natürlich nicht ohne Hintergedanken. Er sucht zwar weniger nach Nachwuchstalenten, will jedoch den Verein noch bekannter machen und vor allem seine Philosophie des "Fair Play" verbreiten. Ansonsten sollen die Kinder einfach Spaß haben, erläuterte Rauber. Er lobte auch die idealen Altdorfer Anlagen mit schattiger Tribüne. Für perfekte Organisation etwa von Getränken und Obst bis zum Abwinken oder stärkenden Hamburgern hatten auch Armin Bauer und Walter Hunn vom FSV-Jugendleiterteam mit gesorgt. Sie kümmern sich ansonsten um 90 eigene Nachwuchsspieler von den Bambini bis zur A-Jugend, teils in Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen. 960 Mitglieder zählt übrigens der FSV insgesamt, darunter 280 aktive – nicht nur im Fußball, sondern auch in der Dancing-Company und beim Tennis.

Am Samstagvormittag wurde begeistert weiter trainiert. Nachmittags waren auch die Eltern mit von der Partie und durften sich ebenfalls betätigen. Sie hatten schließlich auch 120 bis 135 Euro bezahlt. Darin steckten allerdings nicht nur die Verpflegung, sondern auch T-Shirts und Trinkflaschen und als besonderes Bonbon auch je zwei Eintrittskarten für ein Bundesligaspiel des SC. Der hat in Altdorf viele neue Fans gefunden, auch seine Vereinshymne ist nun bestens bekannt. Luzia Huber zeigt sich optimistisch, nächstes Jahr das Füchslecamp erneut nach Altdorf holen zu können: "Das ist eine absolute Attraktion für die Kinder!"