Altdorfer Fehler wird bestraft
SC Offenburg setzt sich im Duell der Aufsteiger erneut durch und bleibt dem LFV auf den Fersen.
Dem SC Offenburg reichte eine gute Viertelstunde vor der Pause um die Punkte mitzunehmen. In dieser Phase fiel der spielentscheidende Treffer durch Winterneuzugang Sandro Eggert in der 42. Minute – ein Glückgriff wie SCO-Trainer Klaus Waslikowski sagte.

"Schade, es war heute mehr drin. Eine Unachtsamkeit kurz vor der Pause reichte dem SCO zum Sieg. Dennoch ein Kompliment der Abwehr, die ihre Sache erneut sehr gut gemacht hat", sagte der Altdorfer Spielertrainer Christoph Oswald. "Mal sehen, wohin uns der Weg führt. Wir können ohne Druck spielen und haben alle Optionen im Kampf um die Meisterschaft", so Waslikowski.

Die Altdorfer rackerten und spielten insbesondere in der Defensive überzeugend. In der Offensive fehlte jedoch die Abschlusssicherheit. Zudem blieb die Pfeife von Schiedsrichter Andreas Klopfer bei zwei diskussionswürdigen Szenen im Gästestrafraum in der zweiten Halbzeit stumm.

Nach verhaltenem Beginn hatte der FSV die ersten Chancen. Spielertrainer Christoph Oswald zirkelte(22.) das Leder nach guter Vorarbeit von Florian Karl aus zentraler Position über den Querbalken. Nur zwei Minuten später war Kevin Kremer zu überrascht, um eine der seltenen Unstimmigkeiten der SCO-Abwehr nutzen zu können. Freistehend vor Keeper Daniel Künstle traf er das Leder mit dem Kopf nicht richtig, so dass der Ball das Tor verfehlte. Den ersten Warnschuss des Tabellenzweiten setzte Hakan Güldüren (27.). Seinen Distanzschuss drehte FSV-Keeper Daniel Geppert gerade noch so um den Pfosten herum. Dies war gleichzeitig ein Weckruf an seine bis dahin verhalten spielenden Mannschaftskameraden. Angetrieben von Narek Sermanoukian zeigte der SCO jetzt seine Kombinationsstärke und setzte die FSV-Abwehr unter Druck. Eine Unentschlossenheit im Zweikampfverhalten auf der linken Abwehrseite nutzten die Gäste zur Führung. Nach einer Flanke köpfte Eggert aus kurzer Distanz ein.
Nach der Pause versuchte der SCO den knappen Vorsprung zu verwalten. Der FSV nahm die Einladung an und hatte optische Feldvorteile. Gute Ansätze blieben jedoch erfolglos, weil der finale Ball einfach nicht gelingen wollte. Es fehlte auch das Quäntchen Glück, als Florian Karls einen Freistoß in der Schlussphase knapp am Tor vorbei zielte. Der letzte Aufreger war ein Rempler an Kremer in der 88. Minute im Strafraum, den der Schiedsrichter aber nicht als elfmeterwürdig wertete.

FSV: Geppert, Morat, Goetsch, Herdrich, Rauer, Oswald, Wolters, Karl, Kremer, Pietrock, Stückle (55. Tränkle).
SCO:
Künstle, Grüner, Mutlu, Wolf, Kraus, Bernhard (85. Buchwald), Sermanoukian (80. Schadt), Eggert, Burghard, Güldüren, Bergmann (48. Poloczek).
Tore:
0:1 Eggert (42.).
Schiedsrichter:
Klopfer (Emmendingen).
Zuschauer:
220.

Quelle: Badische Zeitung vom 26.03.2012