"Leinen los, Schiff ahoi!" hat es am Samstagabend im Prinzengarten Ettenheim geheißen. Das Musical war der Hauptprogrammpunkt des Sommerfestes des Freundeskreises Prinzengarten.
Auf dem "Tapis vert" neben dem barocken Gartenhäuschen war die Bühne aufgebaut mit verschiedenen Utensilien, die zu einem Kreuzfahrtschiff gehören: Rettungsringe, Steuerrad, Segel, Anker und eine Bartheke. Die Stühle auf der großen Rasenfläche waren gut besetzt. Die Sängerin Sabrina Hog und der Tenor Robert Blache eröffneten die Show mit Liedern auf die Liebe in verschiedenen Sprachen.

Nach der Begrüßung durch den Freundeskreis-Vorsitzenden Thomas Herr führte Ambros Hog durch das Programm: Die Bundesliga-Turner des TV Herbolzheim zeigten zunächst akrobatische Übungen und die Kindergruppe des Kunstturnzentrums Herbolzheim führte eine graziöse Tanzgymnastik auf. Die Ringsheimerin

Sabrina Hog hat "Leinen los, Schiff ahoi!" speziell für das Sommerfest konzipiert und arrangiert. Sie hat sich die Rahmenhandlung ausgedacht, die dazu passenden Lieder ausgesucht sowie Tänze und Szenen aus verschiedenen Musicals eingeübt. Sabrina Hog hat an der Stage School for Dance Music and Drama in Hamburg studiert, außerdem an der Schauspielschule in Freiburg. Neben Sabrina Hog in der Rolle der Touristin Gundi Ellert wirkten Robert Blache als Matrose Andy, Andrea Annini als Jessica Diamond und Laura Weber als Polly Gomez mit. Mit von der Partie waren auch die Tänzerinnen der Dancing Company Altdorf, die nicht nur tanzten, sondern auch als Schauspieler agierten. Das Musical schilderte Szenen auf einem Kreuzfahrtschiff, auf dem sehr viele junge Damen eine Vergnügungsreise unternehmen. Sie wollen etwas erleben, auch Liebesabenteuer. Der Matrose Andy spielt eine wichtige Rolle, denn gleich zwei Verehrerinnen stehen auf ihn: die dichtende Gundi Ellert und Jessica Diamond. Beide telefonieren mit Freunden in der Heimat, während sie sich von Andy den Hof machen lassen. Es gibt dramatische Eifersuchtsszenen, aber Andy tröstet mal die eine, dann die andere. Für kurze Zeit versöhnen sich die Nebenbuhlerinnen und tun so, als ob sie von Andy nichts mehr wissen wollten. Liebestoll stürzen sich schließlich nicht nur Jessica und Gundi mit Geschrei auf ihren Andy, sondern auch andere einsame Mädchen.

Es wird viel getanzt und viel gesungen, in Italienisch, Englisch oder Deutsch. Die gesanglichen und schauspielerischen Leistungen waren dabei sehr gut. So mancher bekannte Schlager war zu hören: "Ich will einen Cowboy als Mann" oder "Wir gehören zusammen wie der Wind und das Meer". Ohne Blutvergießen geht die Tragikkomödie schließlich friedlich zu Ende. Die Zuschauer hatten sich köstlich amüsiert und spendeten begeistert Beifall.

Quelle: Badische Zeitung vom 29.07.2009