Führungsteam sieht den FSV Altdorf als soliden Verein, der aber mehr helfende Hände und Köpfe für die Vereinsarbeit braucht / Gesunde Finanzstrukturen.

Die Vorstandsspitze mit den neuen Ehrenmitgliedern

Der FSV Altdorf sei sowohl wirtschaftlich als auch sportlich ein Vorzeigeverein in der südlichen Ortenau, erklärte der FSV-Vorsitzende Andreas Kremer selbstbewusst in der Hauptversammlung am vergangenen Freitag. Dennoch müsse sich im Verein und unter den Mitgliedern etwas bewegen. Insbesondere bei der Unterhaltung der Sportanlagen, des Clubhauses und bei der Sponsoren- und Mitgliederbetreuung würden helfende Hände und Köpfe gebraucht, so der Vorsitzende.

"Der FSV Altdorf ist eine große Maschinerie, die nur mit viel Einsatz der Vereinsführung am Laufen gehalten werden kann", beschrieb Andreas Kremer die Ist-Situation des von ihm geführten Vereins. Momentan würden intensiv Unterstützer gesucht. Noch stimme die Stimmung beim FSV, aber "es muss sich jedoch was tun, bevor das jetzige Leitungsteam ausgebrannt ist", mahnte der Ehrenvorsitzender Hans Hug.

Für den Spielausschuss ging der zweite Vorsitzende Armin Bauer auf die sportliche Situation ein: "Die Spieler sollen sich im Verein wohl fühlen, dann stimmt auch deren Leistung", gab der Funktionär die Prämisse des Vereins aus. Angesichts der Tabellensituation beider Teams müsse die Prämisse offensichtlich im Verein auch gelebt werden. Oberstes Ziel ist der Verbleib der zweiten Mannschaft in der Kreisliga A. Dies bestätigte auch Spielertrainer Christoph Oswald. Nachrangig ist ein eventueller Aufstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga. "So bleiben wir auch für auswärtige Spieler mit Perspektive interessant, zumal aus dem eigenen Jugendbereich in den nächsten beiden Jahren nichts nachkommt", bemerkte Oswald.

Dennoch, so der Tenor, habe sich die Jugendabteilung wieder stabilisiert. Mit Luzia Huber habe sich eine stark engagierte Leiterin etabliert. 90 Jugendspieler werden derzeit von zehn Trainern betreut. Ab den C-Junioren wird in Spielgemeinschaften gekickt. Für die neue Saison werden noch drei Trainer gesucht. Auch die Betreuung könne noch Unterstützung gebrauchen, so die Verantwortlichen.

Viel Betrieb herrscht auch bei der Dancing Company. Hier sind zurzeit 70 Mädchen in sechs Altersstufen aktiv. Geleitet wird die Gruppe von Sabrina Rieder und Sabine Oswald. Höhepunkt werde auch in diesem Jahr wieder der vorweihnachtliche Tanzabend sein. Sportlich geht derweil die AH-Abteilung "auf dem Zahnfleisch". "Über eine Trainingsgemeinschaft mit einem anderen Verein wird nachgedacht", erklärte Karl-Heinz Hämmerle. Mit einer Ü-55-Mannschaft nimmt die Tennisabteilung am Spielbetrieb teil. "Klein, aber rege", so das Statement von Sprecher Harald Tränkle.

Mit einem Beitrag von 5000 Euro werde der Freundeskreis die Aktiven in diesem Jahr unterstützen können, informierte Gerhard Striegel. Über die Sportwerbe-GdbR werden die Werbung des Verein und Teile der wirtschaftlichen Veranstaltungen abgerechnet. Die Gesellschaft wurde vor vielen Jahren aus steuerrechtlichen Gründen ins Leben gerufen. Besonders dankte deren Sprecher Michael Biehler dem Geschäftsführer Eberhard Obergföll und dem Chefredakteur des Stadionheftes "FSV-live" Jürgen Singler für deren "hervorragende Arbeit" (Biehler).

Von den Brüdern Jan und Claudius Schwarz werden die FSV-Finanzen verwaltet. Bei einem sechsstelligen Jahresumsatz wurde ein dreistelliger Jahresgewinn erwirtschaftet. Die Rechner sehen die Finanzen gut aufgestellt. Eine Rücklage für fällige Investitionen (Heizanlage im Clubheim) sei vorhanden. Ein Minus in der Kasse sei deshalb abgewendet worden, weil viele Arbeiten an der Sportanlage und im Clubheim durch Mitglieder unentgeltlich ausgeführt wurden. Allerdings, so Claudius Schwarz, sei zu Bedenken, dass das Spendenaufkommen abnehme.

Eine Lanze für das Stockfest brach zu guter Letzt noch der Vorsitzende Andreas Kremer. "Der FSV braucht das Dorffest dringend als wirtschaftliche Einnahmequelle". Als langjährige Mitglieder der Baugruppe wurden Roland Costa, Willi Brendel und Albert Edelmann verabschiedet.

In den Stand von Ehrenmitglieder des Vereins wurden berufen: Gottfried Jäger, Lothar Binz, Horst Blank, Kurt Geppert, Kurt Hauger, Bernhard Heilig, Dieter Hug und Günter Gudde.  

Quelle: Badische Zeitung vom 11.04.2011