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Was für ein Dankeschön von Stadt und Schwimmbadfreunden an ihren Schwimmmeister! Tanzshows, Musicalstars, Countrymusic, Modenschau, Videoshow, Feuerwerk und Lichteffekte auf der Showbühne am Beckenrand wie sie die Stadt noch nicht erlebt hatte: Der Abschiedsabend für Max Peter Friedrich wurde zum Ereignis, über das Ettenheim noch lange sprechen wird. Als wollten sich die Schwimmbadfreunde, zu denen sich inzwischen auch bekannte Künstler aus der Region zählen, für die schönen Stunden, die ihnen Max Peter Friedrich über die 33 Jahre in dieser Oase aus duftenden Rosen, sattem Grün und stets erfrischendem weil nur durch Sonnenlicht erwärmten Wasser, in einer einzigen Nacht revanchieren, so hatten sie sich für diesen einen Abend ins Zeug gelegt. An die Sechs-, Siebenhundert mögen es gewesen sein, die in unzähligen Stuhlreihen am Beckenrand den Rahmen für die Abschiedsshow boten, "ihrem Max" huldigten und sich zugleich dabei prächtig amüsierten.

Und kaum ein Gast, dem beim Finale nicht etwas romantisch-ergriffen ums Herz war, als die Mitarbeiter der Rettungswacht – längst hatte sich die Nacht übers Carl-Hermann-Jäger-Bad gelegt – Max Peter und Ehefrau Brigitte in einem Kahn durchs in blaues Licht getauchtes Schwimmerbecken zur Wasserbühne zogen, auf der gerade auf großer Leinwand das Leben des Max Peter Friedrich in Wort und Bild vorbeizog. Andreas Römer, Spezialist für Lichteffekte und Multimedia-Präsentationen, hatte sich mit dieser Produktion selbst übertroffen. Doch die Mediashow des jungen Mannes aus Ettenheimweiler, der seit Jahren im Europa-Park für die Lichteffekte verantwortlich zeichnet und auch im Ettenheimer Schwimmbad schon bei so manchem Schwimmbadfest, so manchem Rosenabend für den richtigen Ton und Lichtermeere gesorgt hatte, war nicht nur eine Huldigung an den Schwimmmeister, sondern zugleich auch eine visuelle Liebeserklärung an Max’ Heimatstadt – an Ettenheim.

Den emotionalen Boden für dieses Finale hatten zuvor "gute Freunde" geschaffen. Allen voran die Altdorfer Dancing Company mit "Company-Mutter" Helga Grolle an der Spitze, die mal als begleitende Tanzformation von Musicalstar Sabrina Hog agierte, dann in prächtigen Kostümen folkloristisch oder als kleine Mozarts tanzten. Eine Augenweide schließlich ihr Gänsehautfinale in schneeweißem Tuch gehüllt mit der stimmgewaltigen Sabrina Hoog zu Melodien aus dem Schwanensee, der Titanic-Titelmelodie von Celine Dion oder rockig à la Tina Turner ("You’re simply the best"). Mit dabei auch Christian Spengler, Mitinhaber der renommierten Freiburger Tanzschule Gutmann, mit Partnerin Heike Westphal, die eigens zum Abschied ein Westcoast-Swing-Formation tanzten mit Salsa-, Discofox-, Chachacha- und Jive-Elementen. Marco Gommel rundete das Showprogramm ab mit drei kurzweiligen Modeschauen, bei der das kleine Schwarze ebenso ihren Platz hatte wie lässige Jeansmode oder Shorts.


Und selbstredend gab es auch Dankesworte: Von Max Peter Friedrich selbst an die Weggefährten in über 33 Jahren; seinen Vorgänger und Lehrmeister Herbert Warda und an seine rechten Hände Otto Baumann, Helmut Hauser, Tochter Diana Barz-Friedrich, Rudolf Moser, Markus Henninger und Thomas Kirnberger. Auch die Schwimmbadfreunde dankten dem Synonym für Schwimm- und Freizeitfreude: Marlies Leistikow für die Stammgäste, Klaus Walter für den Förderverein Schwimmbad, den Friedrich vor elf Jahren selbst gegründet hatte und zu dessen Ehrenmitglied er am Samstag ernannt wurde. Und schließlich Bürgermeister Bruno Metz, der nicht nur an die Events und vielen Glanzlichter wie Rosen, Rosenabende oder Matinees erinnerte, die Friedrich initiierte und umsetzte, sondern auch an die vielen kleinen Details im Schwimmbad wie kunstvoll geschmiedete Müllbehälter, behindertengerechte Sanitäranlagen oder dem mediterran gestaltete Freisitz beim Kiosk, die es ohne diesen schaffenden und fordernden Bademeister so nicht geben würde.

Hymnen auf den Pensionär in spe – am 28. Februar scheidet Max offiziell aus dem aktiven Dienst für die Stadt –, großes Showfinale und prächtiges Feuerwerk zum Abschluss waren indes nicht das Ende einer langen Nacht im Schwimmbad: Vor dem Kiosk gab’s Countrymusik von "El Paso" bis lang nach Mitternacht, und Kioskteam, Küche und Service vom Rebstock in Münchweier und der Förderverein am Sektstand sorgten dafür, dass die Hundertschaften in der Samstagnacht nicht hungerten oder dürsteten.

Quelle: Badische Zeitung vom 24.08.2009
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