Helga Grolle sagte nach 25 Jahren an der "DC" -Spitze adieu
Mit einem fulminanten Showprogramm mit Tanz, Zauberei und Gesang begeisterte die Dancing-Company am Samstag in der Altdorfer Münchgrundhalle. Nach dem letzten Vorhang gab es aber nicht nur tosenden Applaus in der proppenvollen Halle und ein Paar Tränen der Freunde.

Nach dem Finale verbeugte sich Helga Grolle zum letzten Mal vor dem Vorhang gemeinsam mit ihrer Truppe. Die Leiterin der erfolgreichen Tanzkooperation nahm nach 25 Jahren Abschied von der 80-köpfigen Gruppe und legt die Verantwortung für künftige Projekte in jüngere Hände.

Doch zuvor begeisterte die Dancing-Company auf der ganzen Linie. Ihr Motto am Samstag: Vier Jahreszeiten. Jede der fünf Leistungs- und Altersstufen hatte sich mit ihren Trainerinnen intensiv vorbereitet. Zusammen mit den Müttern wurden zu den Tanzthemen passende Kostüme geschneidert. Und das Ergebnis auf der Bühne durfte sich einmal mehr sehen lassen: unbekümmert und leicht die Kleinen, ausdrucksstark und beinahe professionell die Großen.

Dem Spiel bunter Schmetterlinge in der Frühlingssonne gleich entsprach die muntere Tanzchoreografie der kleinsten Tänzerinnen zu Danyel Gerards Gassenhauer "Butterfly" . Aber nicht nur Oldies dienten als Grundlage für die Tanzinterpretationen — Hip-Hop, Jazz, Musical-Melodien, Salsa und Tango gehört auch dazu. Unterstützt wurde der Tanz von überraschenden Bühneneffekten sowie besonderen Ton- und Lichtelementen.

Auch in diesem Jahr hatte die Company namhafte Künstler der Region zum Mitwirken animiert und ins Programm eingebaut. Besonders freut man sich in Altdorf darüber, dass sich mit Ella Kaiser eine Gesangskünstlerin aus den eigenen Reihen der Dancing-Company bereits im Show-Bizz etablieren konnte. Mit ihrer starken Bühnenpräsenz und eindrucksvollen Stimme konnte sie ihre Fans einmal mehr begeistern. Ebenfalls aus dem Gesangsmetier kommt die ausgebildete Sopranistin Suzanne Nopper; klangvoll ihre Vorträge zu Erfolgsmelodien wie beispielweise Frank Sinatras "New York, New York" oder Louis Armstrongs "Hello Dolly" .

Ein Stimmungsgarant ist "Hämme" Helmut Dold aus Kuhbach. Mit viel Wortwitz führte er gekonnt durchs Programm. Musikalisch glänzte er als Trompeter im Background zu den Liedvorträgen der Sängerinnen. Ebenso war das sympatisch-badische Original um keine Improvisation verlegen. Mit Michael Parléz hatte die Company ein künstlerisches Allround-Talent verpflichtet. Als Comedian, Zauberer und Bauchredner brachte er sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen im Publikum zum Lachen und Staunen. Unterstützt wurde der Künstler vom frechen und vorwitzigen Raben "Alfredo" .

Andreas Kremer, Vorsitzender des FSV Altdorf, dankte beim Finale dem kompletten Ensemble für den amüsanten und unterhaltsamen Abend. Er vergaß auch nicht die unverzichtbaren Helfer vor und hinter der Bühne. Ebenso galt der Dank den acht Trainerinnen und der eigens aus London eingeflogenen Choreografin Natascha Crossland.

Badische Zeitung vom Montag, 26. November 2007

 

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